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Wintertouren 2012

 

Skitourenkurs Anfänger I – Abfahrtstechnik
Leitung und Bericht: Susanne Habenicht


Nachdem sich der Schnee in der näheren Umgebung immer noch nicht eingestellt hat, mussten wir für unseren Kurs auf den Stubaier Gletscher ausweichen. Die Wettervorhersage für Samstag: eisige Kälte, Wind, null Sicht schreckte uns zwar zunächst nicht ab, aber als sich herausstellte, dass bis auf zwei der angemeldeten Teilnehmer alle auch am Sonntag können, verschoben wir unseren Kurs spontan auf Sonntag. So trafen wir 6 Teilnehmer uns mit Flo, unserem "Skilehrer" um 9.00 Uhr auf dem Parkplatz im Stubai. Alle waren wir mitten in der Nacht aufgestanden und durch die Dunkelheit angereist, aber ohne Probleme durchgekommen. Auf dem Gletscher empfing uns immer noch eisige Kälte, aber mit akzeptablen Windgeschwindigkeiten und dazu schöner griffiger Neuschnee. So konnten wir auf und neben der Piste an unserer Skitechnik arbeiten, bis wir mittags zum auf wärmen in die warme Stube gezwungen wurden.
Auch am Nachmittag trainierten wir fleißig in schwierigem Gelände und gingen so am Abend mit mehr Selbstvertrauen in die neue Skitourensaison. Wir freuen uns nun alle auf die erste Skitour und hoffentlich auf eine Wiederholung im nächsten Jahr.

 

Skitour – Samstag, 28. Januar auf die Hochplatte (1841 m)

Leitung und Bericht: Cornelius Chuchulowski

 

Fünf Sektionsmitglieder und vier Gäste starteten vom Parkplatz an der Nordeinfahrt von Achen-kirch auf tiefverschneitem Weg durch den Wald bis zur Falkenmoosalm. Hier pausierten wir und kräftigten uns mit Tee und dem mitgebrachten Frühstück. Temperaturen um den Gefrierpunkt und tief hängende Wolken vernebelten die Sicht. Deshalb entschieden sich zwei Teilnehmer wenig später am Fuß des Gipfelhangs umzukehren und den Ziehweg auf dem Forstweg abzufahren. Der steile Gipfelkamm ist von dieser nur mit vielen Spitzkehren in kurzen Abständen zu bewältigen. Die Abfahrt vom Gipfel über den Südosthang ist dafür umso schöner. Im oberen Bereich mit Pulverschnee, im Mittelbereich teilweise überzogen mit Bruchharsch und in Talnähe feucht, aber immer mit üppiger Schneehöhe. Mutig folgten wir bei schlechter Sicht den Abfahrtsspuren auf unbekanntem Weg durch den lichten Wald und landeten schließlich an einem anderen Ausgangspunkt in Christlum. Von hier aus ging es mit dem kostenlosen Skibus zurück zum Parkplatz.

 

9. März 2012 – Winterwanderung auf die Aueralm
Leitung und Bericht: Astrid von Menges

 

Beim dritten Anlauf klappte die Winterwanderung auf die Aueralm (1289 m) oberhalb von Bad Wiessee doch noch. Zu viert machten wir uns am 9. März vom Sonnenbichl-Parkplatz (der inzwischen € 4,00 kostet und auch kontrolliert wird!) auf den Weg. In der Nacht zuvor hatte es 30 cm Neuschnee gegeben, der auf eine immer noch sehr hohe Altschneedecke gefallen war. So ging der Aufstieg durch wunderbaren Pulverschnee bei leichter Minustemperatur. Auch die Märzsonne kam schon über weite Strecken in das Söllbachtal. Oben angekommen teilte sich die Gruppe: Zwei Wanderinnen trotzten draußen heldenhaft dem doch etwas kühlen Wind, während es die beiden anderen an den warmen Kachelofen in der Hütte zog. Nach einem zünftigen Mittagessen, gekocht vom sehr freundlichen sächsischen Hüttenwirt, und unserem traditionellen Gipfeltrunk machten wir uns an den Abstieg - sehr zufrieden, dass wir noch den letzten Zipfel des Winters erwischt hatten.

Beschreibung: Beschreibung: C:\Users\von der Herberg\Documents\Pictures\2012 DAV\03-09 WW Aueralm\L1000756.jpgBeschreibung: Beschreibung: C:\Users\von der Herberg\Documents\Pictures\2012 DAV\03-09 WW Aueralm\L1000757.jpgBeschreibung: Beschreibung: C:\Users\von der Herberg\Documents\Pictures\2012 DAV\03-09 WW Aueralm\L1000758.jpg

 

Sektionstour auf den Hochkönig unter Führung des 1.Vorsitzenden der Sektion Werfen, Karl Genseberger

Für das Wochenende 17.-18. März hat die Sektion zu einer Skitour auf den Hochkönig eingeladen. Als Führer konnten wir den 1. Vorsitzenden der Sektion Werfen, Herrn Karl Genseberger gewinnen. Die Vorhersage versprach traumhaftes Wetter für das Wochenende und auch die Schneelage war in diesem Jahr besser, als in manchen Wintern. Die geschlossene Schneedecke reichte Mitte März noch fast bis Werfen.

Beschreibung: DSC01923  Beschreibung: DSC01935  Beschreibung: DSC01938

Allerdings wies der routinierte Bergführer schon bei der Anmeldung darauf hin, dass Alpinerfahrung, sichere Beherrschung der Ski und gute Kondition erforderlich ist. Das war wohl der Grund für die wenigen Anmeldungen. Maximilian und Cornelius Chucholowski und Steffen als Gast des ASC nahmen die Herausforderung an. Am Samstag ging es bei frühlingshaften Temperaturen in kurzen Hosen und Sommerhemd auf die Ostpreußenhütte, wo wir wie gewohnt von Pago mit köstlichen Speisen versorgt wurden. Früh ging es ins Schlaflager und noch vor Sonnenaufgang starteten wir mit Karl und Hannes aus Werfen zum Hochkönig. In der Nacht war der Schnee durchgefroren und mit eisigem Firn überzogen. Die steilen Hänge am Schaflbergl und im Steinkar waren nur mit Harscheisen und vielen anstrengenden Spitzkehren zu bewältigen. Bei einer Spitzkehre verlor ein Teilnehmer nicht nur das Gleichgewicht, sondern auch seine Trinkflache, die sich nach einigen Purzelbäumen aus der Seitentasche löste und im Abgrund verschwand. Die Tour erlaubt keine Schwächen. Sie ist so zu planen, dass das Steinkar auf dem Rückweg durchquert ist, bevor sich bei steigender Temperatur am Nachmittag die Lawinen lösen. Cornelius entschied sich, in Sichtweite des Gipfels auf die Rückkehr der anderen zu warten. Eine gute Entscheidung. Denn die zügige Durchquerung der Übergossenen Alm ist mit vielen kleinen Auf und Ab verbunden, die auch den trainierten Teilnehmer einiges abverlangte. Karl, Hannes, Maximilian und Steffen erreichten nach 5 Stunden den Gipfel und gönnten sich nur eine kurze Pause. Rechtzeitig um 13:00 Uhr waren sie wieder zurück am Gamskogel und trafen auf Cornelius, der die Zeit für ein ausgiebiges Sonnenbad genutzt hatte. Bei sulzigem Tiefschnee auf der Sonnenseite gemischt mit dünnen Pulverauflagen auf der Nordseite und Bruchharsch dazwischen ging es zurück zur Ostpreußenhütte, wo wir erschöpft aber glücklich den sonnigen Tag auf der Terrasse ausklingen ließen.

Vielen Dank an Karl Genseberger für die umsichtige Führung und an eine Empfehlung an unsere Mitglieder, es im nächsten Jahr auch zu versuchen. Ich will mich besser vorbereiten und wieder dabei sein.